Frankfurter Neue Presse vom 08.06.1999
Neue Hoffnung für Langzeitarbeitslose
Schöneck. Die Bundesregierung hat der
Bundesanstalt für Arbeit die Durchführung eines befristeten Arbeitsmarktprogramms
übertragen, das die Einbeziehung geeigneter Dritter in die Vermittlungsaktivitäten für
Arbeitslosenhilfebezieher zum Gegenstand hat. Ziel diese Programms ist es, möglichst
viele Arbeitslose in sozialversicherungspflichtigen Beschäftigungen - möglichst
dauerhaft - in den regulären Arbeitsmarkt zu integrieren.
Wie Geschäftsstellenleiter Reiner Kaiser vom Arbeitsamt Maintal gegenüber der
Frankfurter Neue Presse äußerte, nutzte man die Chance und beauftragte Brigitte Spörer
von der Firma CBS in Schöneck, die Arbeitsvermittler in Maintal zu unterstützen. Jeder
Vermittler betreute im letzten Jahr zwischen 650 bis 750 Arbeitssuchende. Neben den
Arbeitsvermittlern in Maintal unterstützt jetzt Brigitte Spörer das Arbeitsamt
tatkräftig. Sie betreut Arbeitslose aus Schöneck und Umgebung, führt sie
weiterbildenden Kursen zu (wobei sie selbst Kurse in Wirtschaftsenglisch leitet) und
vermittelt sie im Auftrag des Arbeitsamtes weiter.
Der Arbeitslosenhilfebezieher muss zunächst selbst tätig werden muss und eine
Einwilligung beim Arbeitsamt unterschreibt, damit seine Daten an den Drittvermittler
zugeleitet werden. Nach Erhalt dieser Daten setzt sich dieser mit dem Betreffenden in
Verbindung, führt intensive Beratungsgespräche, hilft bei anstehenden Bewerbungen,
begleitet bei Bewerbungsgesprächen und steht auch nach der Arbeitsaufnahme weiterhin mit
Rat und Tat zur Seite.
Bis zum Ende des vergangenen Jahres wurden mit 58 Bewerbern mehrere Gespräche geführt
und 16 konnten in ein sozialversicherungspflichtiges Arbeitsverhältnis vermittelt werden.
Drei weitere Personen haben dank der individuellen Betreuung eigenständig einen
Arbeitsplatz gefunden. Dies ist, so Kaiser, ein sehr bemerkenswertes Ergebnis, vor allen
Dingen deswegen, weil bis auf zwei Personen alle schon die sechsmonatige Probezeit
überstanden haben.
Dieses Ergebnis wurde nur durch die vertrauensvolle Zusammenarbeit mit den
Arbeitsvermittlern, der Drittvermittlerin, den Arbeitslosenhilfebeziehern und die
Bereitschaft der Arbeitgeber, Langzeitarbeitslosen eine Chance zu geben, erreicht. Wie das
Arbeitsamt berichtete, hat man in Maintal das gesetzte Ziel bisher gemeinsam erreicht,
Langzeitarbeitslose in Arbeit zu bringen und dabei gleichzeitig die
Sozialversicherungskassen entlastet.
Nähere Informationen erteilt Brigitte Spörer, Telefonnummer 0 61 87/ 46 40
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Die Schöneckerin Brigitte
Spörer (3.v.r.) vermittelt im Auftrag des Arbeitsamtes Maintal Langzeitarbeitslose |